Tonischer Labyrinth-Reflex (TLR)

TLR betrifft das vestibuläre System, das unser Gleichgewicht und unser Gefühl für die Position im Raum regelt. Es gibt zwei Aspekte dieses Reflexes: den sagittalen (vorwärts/rückwärts) und den lateralen (von links nach rechts).

Ein persistierender Flexions-TLR (nach vorne beugen) ohne Extension (zurück lehnen) kann das „Floppy“-Kind bedingen, während eine persistierende Extension ohne Flexion im Ergebnis eine starre, linkische Person mit steifen und ruckartigen Bewegungen ergibt.

Wenn der TLR nicht bis zum zwölften Lebensmonat integriert ist, wird er ständig wirken und kann das Balance-System stören. Dies kann unter anderem sensorische Systeme einschließlich der visuellen (Seh-) Funktion stören. Es wird empfohlen, dass kraniale Fehler mit Bezug zu diesem Reflex vor dem Start einer Sound-Therapie korrigiert werden.

Ein Kind mit persistierendem TLR hat beim Laufenlernen Probleme bei der Beurteilung von Raum, Abstand, Tiefe, Geschwindigkeit und Sicherheit.

Wenn der Kopf beim Sitzen nach vorne geneigt wird, was die übliche Lern-Position ist, dann ist es schwierig und sehr unangenehm für das Kind, sich zu konzentrieren.

Dieses Kind wird an einem Schreibtisch oder einem Tisch krumm sitzen, sich auf die Beine setzen oder generell zappeln und sich verdrehen, was im Ergebnis zu Unaufmerksamkeit und möglicherweise Hyperaktivität führt. Es neigt auch dazu, beim Abschreiben sehr langsam zu sein.

Persistiert der TLR bei einem älteren Kind, kann das die Koordination von Bewegungen der oberen und unteren Gliedmaßen beeinflussen, z. B. beim Wandern und Schwimmen. Bei diesen Kindern wird oft Dyspraxie (schlechte Koordination) diagnostiziert und sie werden von anderen Kindern als ungeschickt verspottet.

Menschen mit persistierendem TLR leiden oft an Reisekrankheit. Nach der Integration des TLR verschwindet diese Anfälligkeit.

Es gibt drei separate Korrekturen der TLR. Eine hilft, die Konzentration am Schreibtisch zu verbessern, indem sie das „Fläzen“ über den Schreibtisch stoppt… Die anderen helfen, Körperbewegungen zu koordinieren, sodass die Bewegungen effizienter werden. Die meisten Patienten unterbieten ihre persönliche Bestzeit beim nächsten Marathon oder Wettlauf, nachdem diese Korrektur durchgeführt wurde.